In der Regel gliedert sich BQK in 3 Phasen.

Phase 1: Sichtung der Planunterlagen als Abgleich in Bezug auf die auszuführenden Leistungen.(Die Richtigkeit der Planungsunterlagen, der statischen Berechnungen und der bauphysikalischen Nachweise wird dabei nicht geprüft, es sei denn der Auftraggeber wünscht diese gesonderte  Leistung)

Phase 2: Baustellenkontrollen. Die Häufigkeit der Baustellenkontrollen richtet sich nach Art und Umfangs  des Bauvorhabens. Dabei werden die Termine so gelegt, daß besonders schadensträchtige Bauteile bei ihrer Herstellung kontrolliert werden, wie z.B. 

  • Betonieren des Fundaments oder der Bodenplatte
  • Abdichtung des Kellers
  • Erstellen des Mauerwerks
  • Montage der Fenster

Diese Punkte können beliebig verändert oder erweitert werden, immer in Abhängigkeit von der Art des Projektes, denn jedes Projekt ist ein Einzelstück und muß auch dementsprechend bearbeitet werden. Die Kontrollen müssen auf dieses Einzelstück zugeschnitten sein. Durch die in unregelmäßigen Zeitabständen durchgeführten baubegleitenden Qualitätskontrollen kann der Anspruch des Bauherren auf die ihm vertraglich zugesicherte Qualität durchgesetzt werden. Abweichungen in der Ausführung vom vertraglich Vereinbarten können so verhindert werden. Dies gilt sowohl für die Planung als auch für die Ausführung. Bei jeder Baustellenkontrolle wird ein Begehungsprotokoll erstellt. In diesen Protokollen sind Bautenstände, Mängel und ggf.Hinweise aufgeführt. Fortlaufend wird die Beseitigung der angezeigten Mängel kontrolliert.

Phase 3: Schlußbegehung mit Zusammenstellung der Nachweise über die Mängelbeseitigung, welche ggf. durch Fotos des Unternehmers, sowie eine schriftliche Bestätigung nachzuweisen sind. Dazu gehört die Kontrolle der vom Auftragnehmer zu übergebenen Bedienungsanleitungen für alle im Haus eingebauten Bauteile. Diese sogenannte Gebrauchsanleitung für Ihr Objekt sollte nicht nur die Bedienungs- anleitung für Ihre Heizung  umfassen, es sollte auch z.B. enthalten

  • wie Sie Ihre Terrasse/Flachdach reinigen und warten,
  • die Lüftungshäufigkeit/Art der Lüftung zur Vermeidung von Schimmelschäden
  • das Aufstellen von Möbeln an Außenwänden 
  • Reinigung der Regenrinnen
  • Wartung von Fenstern und Türen

Es gibt auch noch eine sogenannte Phase 4. Diese Phase beinhaltet eine Kontrolle des Objektes vor Ablauf der Gewährleistungsfrist um ggf. aufgetretene Mängel an den  Auftragnehmer anzuzeigen. Diese Kontrolle sollte nach Möglichkeit mit dem Auftragnehmer gemeinsam durchgeführt werden. Die baubegleitende Qualitätskontrolle hat sowohl für den Bauherren als auch für Bauträger/Generalunter-nehmer/ Baufirma diverse Vorteile und kann sowohl vom Auftraggeber als auch vom  Auftragnehmer bzw. Bauträger oder Generalunter-nehmer beauftragt werden.

Ist die Abnahme durchgeführt, schließt die vorbehaltlose Abnahme einer Bauleistung ein späteres Verlangen nach Nachbesserung aus, nur Ansprüche aus Gewährleistung müssen anerkannt werden.

Die Kosten einer baubegleitenden Qualitätskontrolle sind im Vergleich zu möglicherweise auftretenden Mängeln eher gering, sie liegen je nach Art und Umfang der Begehungen bei 1-2% der Bausumme.

Vorteile für den Bauherren 

Hat einen kompetenten und unabhängigen Sachverständigen an seiner Seite, der dafür sorgt das die  Bauleistungen qualitätsgerecht ausgeführt werden und dem Stand der Technik entsprechen. Erhöht die Lebensdauer seiner Immobilie und vermeidet zusätzliche Sanierungskosten zur  Mängelbeseitigung.    

Vorteile für Bauträger/Generalunternehmer

Erhöht durch die baubegleitende Qualitätskontrolle die Ausführungsqualität seiner Bauleistungen. Hat zufriedene Kunden, die ihn weiterempfehlen. Zeigt gegenüber seinen Kunden sein Bestreben zu einer hohen Ausführungsqualität. Er hat eine zusätzliche Kontrolle der Leistungen seiner Nachunternehmer. Er hat einen Partner der Mängel nicht nur aufzeigt, sondern auf Grund seiner Erfahrung Problemlösungen aufzeigen kann.