Baubegleitende Qualitätskontrolle

Warum baubegleitende Qualitätskontrolle ?    

Die Bundesregierung weist in ihren Bauschadensberichten immer wieder auf die steigende Anzahl mangelhaft ausgeführter Bauleistungen und damit verbundener Sanierungskosten hin.

Wie kann das passieren ?

Aus Zeit-  und Kostendruck und dem Mangel an fachkundigem Personal auf der Baustelle werden Bauleistungen häufig mangelhaft ausgeführt. Aber nicht nur in der Ausführung werden Mängel  produziert, ca.23 % der Mängel sind Planungsfehler, und ca. 25 % aller Mängel sind auf mangelhafte Bauleitung, Baukoordinierung und Überwachung zurückzuführen. Nachdem ein Schaden aufgetreten ist, kostet die Beseitigung der Mängel sehr viel Geld und ist sehr zeitintensiv.

Deshalb wird die baubegleitende Qualitätskontrolle (BQK) in der heutigen Zeit ein immer wichtigerer Faktor zur Sicherung der Qualität am Bau, und ist ist ein wesentlicher Punkt zu einem weitgehend mängelfreien Bauvorhaben.

Dies gilt besonders für den Bau von Ein- und ZweifamilienhäusernSie fragen sich warum ?  Diese Bauvorhaben werden in den seltensten Fälle von Fachleuten überwacht, die Bauherren vertrauen den Baufirmen oder Bauträgern. Sie fragen sich, "kann ich das nicht selber"?

Es gibt diverse Bauvorschriften, DIN-Normen, EU-Normen, die anerkannten Regeln der Technik, den Stand der Technik. Allein diese Aufzählung zeigt , das es für einen Laien schwierig ist, dies alles richtig einzuordnen. Die baubegleitende Qualitätskontrolle sollte ein Bauvorhaben von der Planung bis zur Übergabe an den  Auftraggeber/Bauherren begleiten. Dabei soll die Übereinstimmung der erbrachten Leistungen mit der vertraglich vereinbarten Leistungen und der Einhaltung der allgemein anerkannten Regel der Technik  überwacht. Sie können aber auch zu jedem beliebigen Zeitpunkt in die baubegleitende Qualitätskontrolle einsteigen, denn es ist immer noch besser einen Teil des Bauvorhabens kontrollieren zu lassen, als wenn Sie ganz darauf verzichten würden. Da sich das Baugeschehen in den letzten Jahren zusehends verändert hat, sollte dieser Veränderung auch  Rechnung getragen werden. Gab es früher den Architekten (Planer), der das Bauvorhaben detailliert  geplant,  ausgeschrieben und überwacht hat, werden heutzutage von den Bauträgern, Generalunternehmern oder Fertighausherstellern komplette Bauleistungen angeboten, deren funktionale Baubeschreibungen den Bauherrn oder Hauskäufer oft überfordert, da diese funktionalen Baubeschreibungen einen großen  Interpretationsspielraum haben, wie die Leistung ausgeführt werden muß. Diese funktionalen Baubeschreibungen haben schon so manchem Bauherren nicht nur schlaflose Nächte bereitet, sondern er war auch enttäuscht über das fertiggestellte Werk. Das muß und sollte jedoch nicht sein. Bei einer Investition (Hausbau/Umbau/Sanierung), die viele nur einmal in ihrem Leben tätigen, sollten Sie auf eine baubegleitende Qualitätskontrolle nicht verzichten. 

Sie haben durch uns Sachverständige ein wirksames Instrument, um eine fachgerechte und mängelfreie Bauausführung zu erhalten, denn genau dafür bezahlen Sie.

Für die baubegleitende Qualitätskontrolle wird in Abhängigkeit von der Größe des Bauvorhabens und des Zeitraums, in dem das Bauvorhaben entsteht ein Maßnahmekatalog erstellt. Darin wird aufgelistet, welche Bereiche, Bauteile und Gewerke kontrolliert werden. Es ist zu beachten, daß im Gegensatz zur Bauüberwachung die baubegleitende Qualitätskontrolle nur auf einzelne Punkte beschränkt ist.